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Urban Soundscape LLP (2010), Plakate und Sound
in Zusammenarbeit mit Youssef Tabti

zwei Plakate aus der offenen Serie

Urban Soundscape LLP scheint ein Unternehmen zu sein, dass Forschung und Entwicklung in den Bereichen Akustisches Design, Sound Art und Sound Design für öffentliche und private Räume durchführt. Um diese diffus formulierten Dienstleistungen des Unternehmens anzupreisen, werden Werbeplakate entwickelt und mit verschiedenen Soundscapes überlagert. Ziel des Projektes ist es, verschiedene Orte in Istanbul oder woanders aufzusuchen und deren spezifische akustische Qualitäten in Verbindung mit Prozessen des Urban Design zu untersuchen.

Ads for Urbanism (2008), Zwölf Videoclips als werbende Pop-Ups im Browser

Videostills aus ‚Ads for Urbanism‘
Textfragmente werden mit Bildern aus Istanbul kombiniert.

Die ‚Ads for Urbanism‘ sind für die Ausstellung ‚Becoming Istanbul‘ entstanden, welche das Deutsche Architekturmuseum, Frankfurt a.M., in Zusammenarbeit mit der Garanti Galeri, Istanbul, konzipiert hat. Die Videoclips wurden in ein virtuelles Glossar über Istanbul, welches Texte, Sounds, Fotos und Filme verschiedener AutorInnen umfasst, als Pop-Ups eingebunden, wobei unklar ist, für wen sie werben oder was genau sie propagieren. In den Clips werden textuelle und grafische Fragmente zur Stadtentwicklung und Architektur eingesetzt, die sich auf Gartenstadtbewegungen, das türkische soziale Wohnungsprogramm TOKI sowie Unternehmen zur Entwicklung von Gated Communities und zur Herstellung von Fertighäusern beziehen. Diese Fragmente werden mit Videobildern aus Istanbul konfrontiert. Letztere sind wie Fotos gehalten, jedoch mit kleinen Bewegungen, so dass angezeigt wird, dass die Ausschnitte Details eines größeren Zusammenhangs sind.

Ein Fundort für Allermöhe (2007), Kunst im öffentlichen Raum, 2. Platz,
zusammen mit Arne Bunk



Modell zum Projekt und Zeichnung zum Backstein.
In einer mit Glas abgedeckten Grube wurde ein Stück alte Mauer freigelegt.

Für den jungen Hamburger Stadtteil Neu-Allermöhe West wird eine Ausgrabungsstätte inszeniert, in der ein Stück vermeintlich alte Mauer eines möglichen untergegangen Dorfes freigelegt wurde. Die übergroßen Backsteine verweisen auf die aktuelle Bauweise des Viertels und sollen somit ein Spiel mit Themen Tradition und Geschichte, Geschichts- und Identitätsschreibungen entstehen lassen.

Tautological (seit 2005), Videoinstalltion zu Bruno Tauts utopischen Architekturentwürfen und zu Istanbul

Still aus dem Video Tautological.
Die gestapelten Töpfe in einem Istanbuler Geschäft schlagen eine imaginäre Brücke zu Bruno Tauts Idee der Glastürme.

In Deutschland wurde Bruno Taut in den 1920er Jahren bekannt für seine visionäre und utopische Architektur, aber auch als Sozialist. Für seine Leistungen im Wohnungsbau wurde er hoch gelobt als auch von denen kritisiert, die seinen Wohnungsbau als zu großzügig für die armen Schichten ansahen. Er versuchte, Sozialismus und Kunst zu verbinden. Malerei und Dichtung sollten helfen, eine utopisch-sozialistische Architektur entstehen zu lassen.
Mit meiner Videoinstallation gehe ich einzelnen Ideen, Bildern Tauts und seinem Bezug zur selbst gewählten Vaterfigur Paul Scheerbart nach und konstrastiere sie mit Bildern aus dem heutigen Istanbul, wohin Taut Anfang der 30er Jahre auf der Flucht vor den Nazis emigrierte. Die Stadt Istanbul wiederum ist bekannt für ihre facettenreiche, geplante und ungeplante Stadtentwicklung sowie für ihren zahlreichen Gated Communities.

Frank O. Gehrys globale Architekturprodukte
(seit 2003), verschiedenen Medien und Installationen

Standbild aus einem Video zu Gehrys Architektur in Bilbao

An Frank O. Gehrys Architektur interessiert mich, wie sie von Gehry als Produkt gestaltet wird, um dann von anderen - wie z.B. Kommunen - eingesetzt wird, um auf anderen Ebenen als einer architektonischen zu wirken. Beispielhaft ist hierfür das Gebäude des Guggenheim Museums in Bilbao. Das Zusammenspiel aus Architektur, Einbindung in ein städtisches Konzept, mit der eine industrielle Krise Bilbaos überwunden werden sollte, und dem Guggenheim Museum, das einen ökonomischen Engpass zu überwinden suchte, ist vielschichtig und faszinierend. Das Projekt, für alle drei Parteien in jeweils spezifischer Weise erfolgreich, wurde zum Exportschlager im Stadtmarketing: So manche Stadt wünscht sich oder leistete sich schon den ‚Bilbao-Effekt‘. Video

Rahmungen (Gebeben - Gesucht) (2003), Raum- und Klanginstallation

Standbild aus dem Dokumentationsvideo zur Installation
Ein langer Gang und ein Klassenraum der vor dre Schließung stehenden Gustav-von-Eiffel-Schule dienten als Präsentationsraum für die von mir mit und gegen Foucault gelesenen Schulstrukturen.

In dem damals noch nicht leeren Schulgebäude fand die Ausstellung Klassenfoto statt. Wolfgang Krause organisierte diese und noch drei weitere Ausstellungen in dem Gebäude, um es zumindest temporär der bevorstehenden ökonomischen Verwertung zu entziehen. Die Ausstellung Klassenfoto sollte den damals noch im Gebäude stattfindenen und vor Beendigung stehenden Schulalltag reflektieren. sollte den damals noch im Gebäude stattfindenen und vor Beendigung stehenden Schulalltag reflektieren. Meine Arbeit griff ausgewählte Strukturen zwischen Schule, Schüler und Lehrenden sowie deren Verschiebungsmöglichkeiten und Aushandlungsprozesse auf. Dokumentationsvideo. Soundbite mit Text bei der Galerie o zwei.

Moving Spaces (2003), Symposium, Gruppenausstellung